Party ein ganzes Leben lang – Prokontra, Die Kellerratten und Wilde Zeiten in Dresden
Kreuz und quer zog es die Mainzer WILDE ZEITEN auf ihrer Partytour 2010 durch die Landen. Abschluss dieser Tour und für das Jahr 2010 sollte nun der Auftritt in der Dresdner Chemiefabrik sein. Mit am Start waren noch zwei Dresdner Bands: Prokontra und Die Kellerratten, die ihr Debutalbum nach 5 Jahren nun endlich am Start haben. Gegen 19 Uhr kam dann der Besuch aus Mainz an und ich als Dresdner empfand es als meine Pflicht, Wilde Zeiten höchstoffiziell im Namen aller Sachsen zu begrüßen. So vergingen einige Bierchen bis dann die Chemiefabrik ihre Pforten öffnete und noch ein paar Bierchen später legten dann auch Prokontra los.
Alle Fotos gibts wie immer in unserer Galerie zu bestaunen.
Ein bekanntes Gesicht hat mir da auch schon entgegen geblickt. Letztens noch Gitarrist bei Botox und nun saß Phil eben an den Drums. Mal gucken bei welcher Ska-Band ich ihn als Trompeter wiedersehe. Zu dieser noch recht frühen Uhrzeit war es vor der Bühne noch nicht allzuvoll; viele waren eben noch im Kneipenbereich auf Betankung. Trotzdem haben Prokontra mit ihrem Hardcore-Punk schon punkten können. Auf jeden Fall schaue ich schon etwas gespannter auf den Zeitpunkt, wenn die ersten Demosongs erscheinen.
Auch wenn die Stimmung bisher nicht gerade am Kochen war, blieb wenigstens die Raumtemperatur im Bühnenbereich erträglich. Etwas “gemütlicher” wurde es dann schon bei den KELLERRATTEN. Wie eingangs erwähnt konnten sie ihre neue Scheibe “Aussenseiter” endlich in der Heimat präsentieren und unter die Leute bringen. Aufgrund diverser Gespräche bei reichlich Bier, habe ich zwar einen Teil vom Auftritt verpasst, aber als ich hinter zur Bühne ging, war es schon ordentlich voll gewurden und die Stimmung war nun auch nicht gerade schlecht. Die fünf boten da recht eingängigen Deutschpunk, welcher auch meinen Nerv traf. Irgendwann gegen 0.30 Uhr erklang der letzte Ton und es wurde dann auch Zeit für den letzten Act des Abends.
Die hatten dann auch nicht lange für ihren Aufbau gebraucht und auch auch der Soundcheck war dann ratz fatz vorrüber und es konnt los gehen. Bemerkenswert (schmerzhaft) war dann auch der Pogo der nach Michels gesummten Intro einsetzte. “Das letzte Gebet” war nicht nur in musikalischer Sicht ein guter Auftakt in die Deutschpunkschlacht, sondern deutete schon im Groben an, was hier noch gehen sollte. Die Stimmung war ordentlich aufgehitzt und erreichte bei “Fünf Sterne Punks” ihren ersten richtigen Höhepunkt, der dann mit dem alten Untergangskommando-Kracher “Hass und Gewalt” nochmals seinen Gipfel erreichte.
Das war dann sogar so heftig geworden, das selbst beim eigentlich eher ruhigen “Liebesbrief” immer noch die Fäuste flogen. Das hat dann auch eine gewisse Ironie für sich. Es folgten im weiteren Set auch noch zwei neue Lieder. Neben einem neuen Partysong, wurde auch das etwas kritischere “Istanbul” dargeboten. Die wurden auch schon recht gut von den Dresdnern aufgenommen, aber es waren dann natürlich die Songs wie “1000 Meilen”, “Nazi Alter” und die Special-Version von “Blau am Rhein”, die hier die Meute am Feiern hielten.
Natürlich ließen sich Wilde Zeiten dann auch nicht mehr lumpen und spielten noch einen Zugabenpart mit dem Publikumswunsch “Stern der Erinnerung”, “Party ein ganzes Leben lang” einem weiteren Untergangskommando-Song “Orkan über Frankfurt” und ganz am Ende folgte noch “Weg ans Meer”. Nun es war dann auch schon vorbei. Vorbei? Naja, zumindest auf der Bühne. In der Kneipe ging die Fete dann erst richtig los und es wurde zu alten Hits von den Hosen oder auch zu neueren Ska-Songs von Oxo86 ordentlich weiter gefeiert und auf den Tischen getanzt. Der Alkoholspiegel stieg rasant bei allen Anwesenden an. Als die Lichter dann in der Chemiefabrik ausgingen, mussten wir mit erschrecken feststellen, dass es ja schon 7 Uhr ist und draußen die Sonne und ein blauer Himmel uns Blaue begrüßten. Nach einem kurzen Abschiedsplausch mit Michel und Matze, ging es dann für mich auch heimwärts und um 8 Uhr in der früh dann auch endlich ins Bett.
Bleibt mir nur zu sagen: bis zum nächsten Mal und danke für die Sause!




ja stimmt, bis freitag
Hey,
wieder ein toller Berricht vom letzten samstag.
und vorallem tolle Fotos, wir konnten leider nicht mehr so lang bleiben aber hab ja gesehen das ihr ordentlich spaß hattet.
bis zum nächsten mal (phil von Pro-Kontra?
Klar, bis Zaunpfahl/Berliner Weisse würd ick mal sagen, oder?